Apr/100
Wärme … von der Erde ins Haus
Ganz überraschend … wie auch schon die Bohrung für die Erdwärme … rückte heute wieder die Bohrfirma an, um die Erdwärmesonde endlich mit dem Haus und der Erdwärmepumpe zu verbinden. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass die Tiefbauarbeiten auf unserem Grundstück erst mal vorbei sind, aber die haben einen großen Graben in den Garten gezogen, um die Erdsonde in 1,20m frostfrei zu vergraben.
Wenn da schon mal ein großer Graben ist und auch die richtige Ecke von der Zisterne auf ist, habe ich auch gleich den Technikanschluss von der Zisterne in den Technikraum gemacht. Was gemacht ist, ist gemacht
Jetzt nur noch die Pumpe in die Zisterne und entsprechend im Technikraum anschließen und schon kann man das gesammelte Wasser gut für den Garten nutzen.
Zurück zur Wärmepumpe: Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Termin mit Vaillant, damit die das Ding anschließen und endlich wirds im Haus auch warm.
Apr/100
Und es werde Licht
Diese Woche sind wieder ganz wichtige Arbeiten bei uns im Haus … die Elektroinstallation soll durchgeführt werden. Und die Jungs mit dem Eis-Wagen
sind auch mächtig dran, dass das Haus endlich selbst Strom hat.
Heute war auch schon der Elektriker von der RWE da und hat die beiden Stromzähler für die Wärmepumpe und den Hauststrom installiert und etliche Kästchen im Anschlusskasten verplompt. Jetzt muss das Haus nur noch den Elektrocheck bestehen und dann kann Strom konsumiert werden
Apr/100
Die Erdwärmebohrung
Am Donnerstag bekam ich plötzlich einen Anruf von einem unserer zukünftigen Nachbarn. Der meinte nur, ob ich wüsste, was da für komische Maschinen auf unserem Grundstück abgeladen werden. Ein paar Telefonate später war ich dann selbst schlauer … die Erdwärmebohrung soll am Freitag bei uns statt finden.
Das ganze kam etwas überraschend, da es die ganze Zeit hieß, dass erst gebohrt wird, wenn das Gerüst weg ist. Aber egal, die Bohrung kann ja statt finden, dann ist das zumindest schon mal erledigt. Also schnell nen Tag Urlaub eingereicht … man will da ja dabei sein … und am Freitag morgen pünktlich um 8 Uhr auf der Baustelle. Die Jungs von der Bohrfirma Peter Broich haben einen auch super nett empfangen und jede Frage gerne und ausführlich erklärt. Nach gut ner Stunde Rüstzeit ging es dann auch endlich los und der Bohrer wurde auf seine 100m lange Reise Richtung Erdinneres geschickt.
Und alles lief zunächst wie am Schnürchen. 2m bohren (so lange sind die einzelnen Bohrgestänge), Außenführung verlängert, Bohrgestänge verlängert, 2m gebohrt usw. usw. Irgendwann haben die Jungs dann versucht die Außenführung abzusetzen und alleine mit dem Bohrer weiterzumachen … aber nix da … der Boden war einfach noch nicht fest genug und so wurden beides (Bohrgestänge und Außenführung) immer brav weiter verlängert. Ein aufwendiger Prozess, da es so langsamer voran ging. Aber die Jungs ließen sich nicht beirren und bohrten und verlängerten und bohrten und verlängerten. Am Ende waren dann 100m Bohrgestänge und 100m Außenführung im Boden … normal sind ca. 20 bis 30m Außenführung, da dann genug hartes Gestein kommt, damit der Bohrkern nicht in sich zusammenbricht.
Nun wurde nach und nach das Bohrgestänge wieder raus gezogen und die Erdsonde eingebracht. Hat soweit auch alles geklappt, nur dass die Erdsonde so schwer in den Schacht ging, hat die Jungs doch etwas stutzig gemacht. Nun ja, jetzt musste eigentlich nur noch die Außenführung raus und fertig ist die Bohrung. Aber irgendwie wollte die Sonde nicht so wie wir, denn die kam mit der Außenführung auch wieder mit raus. Also wurde überlegt und gebastelt, aber die Sonde wollte einfach nicht drin bleiben. Am Ende hat der Bohrführer dann entschieden … die Sonde kommt wieder komplett raus. Also alle ins Zeug gelegt und raus mit der … mittlerweile mit Unmengen an Wasser gefüllte … Sonde. Die Aktion “Sonde in die Erde” wurde dann erst mal auf den nächsten Tag verschoben.
Am Samstag wurde dann das Bohrgestänge mit einem anderen Bohrer wieder eingebracht und alles nochmal sauber durchgespült. Danach kam der zweite Versuch mit einer neuen Erdsonde. Langsam wurde das erste Gestänge von der Außenführung angehoben und gleich wieder geschaut, ob die Sonde diesmal drin bleibt. Und … sie blieb drin!!!! Da ist den Jungs aber ein großer Stein vom Herz gefallen, aber erst mal wurde weiter geschaut, ob sie auch nach drei oder vier Stangen noch drin bleibt, was sie dann auch tat. Nun konnte die Außenführung Stück für Stück wieder aus der Erde geholt und die Sonde mit nem Spezialgemisch fixiert werden. Die Sonde steckt jetzt im Boden und wartet darauf, dass sie ins Haus verlängert wird.
Ein paar Bilder von der Erdwärmebohrung findet ihr in der Bildergalerie. Ich habe auch ein paar Videos gemacht … die machen alles irgendwie anschaulicher … die reiche ich bei Gelegenheit mal nach. Auf der Webseite von Peter Broich gibt es aber auch ein ganz anschauliches Video.
Vielen Dank an die Bohrjungs, hat wirklich Spaß mit euch gemacht … und ich hoffe ihr müsst nicht nochmal ne Sonde ziehen
Mrz/100
Die Fußbodenheizung liegt

Heizkreisverteiler Technikraum
Ein weiterer wichtiger Teil unserer Technik ist endlich fertig. Seit heute ist die Fußbodenheizung im ganzen Haus verlegt. Hier haben die Jungs von Athe-therm gute Arbeit geleistet und alles sauber im Boden verankert. Auch die Dämmung zwischen Bodenplatte und Fußbodenheizung ist nochmal mächtig dick, da werden wir bestimmt keine kalten Füße bekommen
So langsam nimmt auch der Fußboden also Gestalt an und morgen ist auch das alles verschwunden, da dann auch schon der Estrich rein soll. Dann hat der über Ostern mal so richtig Zeit auszutrocknen, bis nächste Woche dann die Fliesenleger dran können.
Jun/090
Witziger Spot von Vaillant
Da es im vorherigen Spot um das Thema Wärmepumpe ging, hab ich hier noch nen witzigen Spot von Vaillant bei Youtube gefunden.
Viel Spaß damit:
Bin mal gespannt, ob das wirklich so ist
Werde berichten!
Jun/090
Wärmepumpe … Wärme aus der Erde
Nach den ganzen Einträgen zu dem Haus und zum Grundstück ist es an der Zeit mal ein wenig mehr über die Technik zu schreiben, was wir zukünftig im Haus einsetzen werden. Und da fangen wir doch gleich mal mit dem Herzstück an, nämlich dem Haupt-Wärmeerzeuger in unserem Haus.
Ihr alle kennt bestimmt die Öl- und Gasheizungen, die auch noch heute in neuen Häusern verbaut werden. Immerhin 85% der Heiztechnik in neuen Häusern basiert auf fossilen Brennstoffen. Bei den Preisentwicklungen in den letzten Jahren ist das aber heute bestimmt nicht mehr der Wärmeträger der Zukunft. Aus diesem Grund weg von fossilen Brennstoffen und hin zu alternativen Energie, wie die Wärmepumpe.
Ziel der Wärmepumpe ist es, aus unterschiedlichen Wärmequellen die Wärme zu entziehen und dann dem Heizungssystem, also in der Regel einem Wasserspeicher, abzugeben. Als Wärmequellen können hierbei Luft, Wasser, eine Erdsonde oder ein Erdkollektor dienen.
Bei Luft wird die Außenluft angesaugt und ihr die Wärme entzogen. Zusätzlich wird aus Bereichen im Haus, bspw. Bad oder Küche, die Luft angesaugt und dem Kreislauf beigefügt. Diese Variante eignet sich am ehesten, wenn es keine harten Winter gibt, denn bei kalten Außentemperaturen stößt so ein System schnell an die Grenzen. Denn das Ansaugen der Luft aus Bad und Küche reicht dann nicht mehr aus, um eine Wohlfühltemperatur von 21°C, 22°C zu erreichen. Hierzu ist dann schon eine zusätzliche Wärmequelle, wie ein Holzofen, notwendig, um diese Wärme erzeugen zu können. Interessanter Weise wird diese Art an Wärmepumpe oft als “Wohlfühlklima-Heizung” beworben, in dem Konzept ist aber stets ein Ofen. Warum ist nun ja klar.
Bei der zweiten Variante ist Wasser die Wärmequelle. Diese Technik eignet sich gut, wenn viel Grundwasser vorhanden ist. Hierbei wird ausgenutzt, dass das Grundwasser über das ganze Jahr hinweg eine gleichbleibende Temperatur von ca. 10°C hat. Im Sommer hat das sogar den Vorteil, dass man den Heizkreislauf umdrehen kann und die Wärmepumpe als abgespeckte Klimaanlage verwenden kann, da dabei die Wärme an das kühlere Grundwasser abgegeben wird. Problematisch bei diesem System ist, dass es bspw. in Grundwasserschutzgebieten nicht eingesetzt werden kann, da nicht ganz klar ist, ob durch solche Pumpenanlagen das Grundwasser nicht künstlich erwärmt wird. Hier liest man die unterschiedlichsten Meinungen. Wichtig bei der Technik: Kontakt zur Unteren Wasserbehörde aufnehmen und mit denen abklären, ob diese Technik benutzt werden kann.
Auch bei der letzten Technikart ist ein Kontakt zur Unteren Wasserbehörde ratsam, um den Einsatz dieser Technik abzuklären. Hier handelt es sich nämlich wieder um einen “Eingriff” in das Erdreich und zwar in einen massiven. Die Erdwärmetechnik unterscheidet sich nochmal in zwei grundlegende Arten: Zum einen gibt es Erdkollektoren, zum anderen Erdsonden.
Wie so etwas prinzipiell funktioniert zeigt folgender Film:
btw: Die Stimme in dem Beitrag klingt irgendwie wie Will Riker von der Enterprise
Naja, manche Texte sind ein bisschen merkwürdig, aber die Animation ist ganz nett.
Bei den Erdkollektoren werden Leitungen in einer Tiefe von ca. 1 m bis 1,5 m unter die Erde gelegt, die sich aufgrund der Sonneneinstrahlung aufheizen. Wie man sich schon denken kann ist diese Variante nur für große Grundstücke möglich. Man spricht im Schnitt von 250 qm Kollektorfläche für die Versorgung für ein Einfamilienhaus. Bei der zweiten Variante wird ein ca. 100 m tiefes Loch gebohrt, durch das dann später eine spezielle Flüssigkeit in Richtung Erdmittelpunkt bewegt und wieder hochgepumpt wird. Diese Technik wird auch bei uns zum Einsatz kommen.
Da wir die Technik von Vaillant bekommen, hier mal ein Beitrag von der Deutschen Welle, wie das mit dem Bohren usw. funktioniert (bin mal gespannt, ob das bei uns dann auch so gemacht wird):
Absolut umfassende Informationen zur Wärmepumpe gibt es aber auch auf der Webseite vom Bundesverband Wärmepumpe e.V. Dort wird sogar eine Technik mittels Abwasser als Wärmequelle beschrieben. Naja, wer’s braucht
Klingt für mich ähnlich schwach, wie die Luft-Wärmepumpe.
Unterstützt wird die Wärmepumpe bei der Wärmegewinnung durch 7 qm große Solarkollektoren auf dem Dach. Die Wärme selbst wird bei uns dann zur Warmwasserbereitung genutzt und über Fußbodenheizung als tatsächliche Heizenergie in die Räume abgegeben.
Nun stellt sich aber die Frage, mit welcher Energie betreibt man eigentlich die Wärmepumpe selbst? Ganz klar: mit Strom. Und den kann man heutzutage aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne oder Wasser gewinnen. Also durchaus ein Energieträger mit Zukunft. Und auch hierfür werden wir bereits jetzt vorsorgen und alles für eine Photovoltaik-Anlage vorbereiten. Die kommt dann aber erst später auf’s Dach.





